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In einer Zeit in der es ein
Überangebot an Hundeschulen und Hundetrainern gibt wird immer mit den gleichen
Schlagworten die angebotenen Leistungen beworben. Natürlich bildet jeder immer
nur das Mensch-Hund-Team gemeinsam aus und alles nach den neuesten wissenschaftlichen
kynologischen Erkenntnissen und stets nur mit positiver Verstärkung. Der Laie steht
ehrfürchtig da und nickt. Aber was heißt es denn nun konkret?
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Nun muss man sagen, das es
keine neuen wissenschaftlichen Ergebnisse in Sachen Hundeerziehung und
Hundetraining gibt. Die Grundlagen und Erkenntnisse für das Training von Tieren
wurden schon vor dem 2. Weltkrieg geschaffen und zwar durch Personen wie Pawlow,
Skinner, Marian und Bob Bailey und Keller Breland. Schon damals erkannte man in
Versuchen das eine operante Konditionierung über positive Verstärkung der
sicherste und beste Weg ist einem Tier ein bestimmtes Verhalten auf lange Frist anzutrainieren.
Somit gibt es zum eigentlichen Vorgehen in Sachen Konditionierung eines
bestimmten Verhaltens keinerlei Neuigkeiten. Das in den vergangenen Jahren und
leider auch heute noch mit diesen Wissen falsch oder gar nicht umgegangen wurde
ist ein anderer Punkt.
Da es Gehorsam und die von uns
gewünschten Verhaltensmuster in der freien Natur nicht gibt müssen wir diese
durch Konditionierung unseren Hunden antrainieren. Dabei sind nur drei Faktoren
wirklich entscheidend und wichtig.
Wir müssen als Mensch in
unseren Erwartungen und Signalen klar und konsequent sein, über ein gutes Timing
verfügen und dem Hund stets die korrekte Bestätigungsrate für sein Verhalten
bieten.
Weiterhin gibt es keine pauschale Rezepte
für die Ausbildung! Was bei einem Schäferhund
funktioniert, muss bei einem Golden Retriever nicht funktionieren und bei einem
Herdenschutzhund schon gar nicht. Viele bestehende Ausbildungsmethoden
orientieren sich an der Ausbildung einer kleinen Gruppe von Gebrauchshunden und
wurden niemals für die Anwendung bei Hunderassen mit anderen Eigenschaften und
Verwendungen entwickelt. In der Vergangenheit wurde ein hohes Augenmerk nur auf
die Unterordnung des Hundes und auf die Konditionierung durch negative
Bestätigung gelegt, das bedeutete man ging recht grob mit dem Hund um und
unterdrückte somit bestimmte Verhaltensmuster und lenkte sie in eine gewünschte
Richtung. Das funktionierte solange gut wie dieses Maß vom Hundeführer aufrecht
gehalten wurde, ist aber in unserer heutigen Zeit und den heutigen Anforderungen
an unsere Hunde abzulehnen.
Wer behauptet er arbeitet immer nur mit positiver Verstärkung hat leider bei den
Grundlagen operanter Konditionierung (Lernen durch Versuch und Irrtum) nicht
aufgepasst. Wir arbeiten sowohl mit
positiver / negativer Bestärkung als auch mit positiver / negativer
Strafe; wobei die positive Bestärkung immer im Vordergrund stehen sollte. Dabei lehnen wir
körperliche und psychische Gewalt ebenso entschieden ab
wie eine völlige Unterdrückung bestimmter und von der Natur gegeben
Verhaltensmuster. Weiterhin können und werden wir Ihnen auch den Unsinn einzelner Starkzwangmittel, aber auch von vielen "sanften" Mitteln aufzeigen. Da
ein Hund über ein sehr gutes Gehör verfügt lehnen wir ebenfalls das Geschrei und
das stimmliche Überreagieren ab.
Ein weiterer Fakt ist weiterhin
das es nie irgendwelche sinnvollen und aussagekräftigen Forschungen zum Thema
Haushund gegeben hat. Viele Aussagen und in der Vergangenheit entwickelten
Methoden basieren auf den Beobachtungen an Wolfsrudeln in Gefangenschaft und den
daraus resultierenden Rangordnungen. Und nun kommen wir zu den wirklich neuen
und interessanten Erkenntnisse der heutigen Zeit. In den vergangenen Jahren
haben Forscher wie David Mech, Ray und Lorna Coppinger und Günther und Karin
Bloch frei lebende Wolfsrudel über Jahre beobachtet und ein völlig neues Bild
über das Sozialverhalten dieser Tiere aufgezeigt. Auf diese Beobachtungen
stützen sich unsere Vorgehensweisen bei dem Erkennen und der Formung bestimmter
Verhaltensstrukturen.

Egal wie Sie die
Art des Zusammenlebens mit Ihren Hund/Hunden bezeichnen möchten; Familienverbund
- Rudel - Zweckgemeinschaft - Team etc; funktionieren wird das ganze Gebilde
nur, wenn wie in einer normalen Familie Harmonie herrscht. Es muss genügend
Freiraum für die einzelnen Mitglieder geben, aber auch feste Grenzen und jeder
muss sich in dieser Gemeinschaft wohl fühlen, ansonsten würde man irgendwann
getrennte Wege gehen.
Wir zeigen Ihnen das es im Zusammenleben mit unseren Hunden nicht nur um die
Unterordnung und den Gehorsam
geht. Viel wichtiger
ist es Konsequenz in der Erziehung zu zeigen und ein hohes Maß an Bindung
zwischen Ihnen und Ihren Hund zu erreichten. Sind Sie konsequent, beobachten Ihren Hund und unterbinden
frühzeitig unerwünschtes Verhalten, dann können Sie sich grobe Strafmaßnahmen
schenken. Weiterhin ist es wichtig das der Hund seinen Platz in Ihrer
Gemeinschaft findet und nicht hin und her gerissen ist zwischen schwankenden
Strukturen. Ein Grossteil von Verhaltensproblemen wird hierdurch ausgelöst und
kann auch nur dadurch beseitigt werden, indem diese Strukturen wieder
hergestellt werden. Wir helfen Ihnen dabei.
Wir arbeiten so
weit wie möglich mit positiver Bestärkung, das heißt Lob, ein besonderes
Leckerli oder das Spiel. Lernziel sollte dann am Ende aber die positive
Bestärkung durch Ihr Verhalten und Ihre Stimme bleiben, denn nur diese werden
Sie in vielen Situationen haben und die Leckerli, Pfeifen und Clicker liegen
dann sicher zu Hause im Schrank. Weiterhin zeigen wir Ihnen aber
auch die Möglichkeiten auf, Ihren Hund mit bestimmten
Hilfsmitteln zu führen, zu manipulieren und zu beschäftigen. Bei uns lernen Sie
weiterhin wie Sie Ihren Hund korrekt und sinnvoll auslasten können.
Auf theoretisches
Grundwissen legen wir sehr viel Wert und wollen Ihnen dies auch vermitteln.
Uns ist es
wichtig, das Ihr Hund sozial im Umgang mit Mensch und anderen Hunden ist , sowie
in Alltagssituationen gefestigt wird. Meist sind es gerade diese Defizite, das
heißt die Unkenntnis bestimmter Situationen und Angst vor Personengruppen, die
bestimmtes Fehlverhalten auslösen. Deshalb werden wir die meisten
Übungseinheiten mit Ihnen außerhalb eines Hundeplatzes absolvieren.
Wir möchten das
Sie Spaß an der gemeinsamen Ausbildung haben und uns zufrieden und mit einem
glücklichen und gehorsamen Hund verlassen.
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