Clickertraining
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Clickertraining ist eine Form der Ausbildung von Tieren. Uns
geht's im Wesentlichen um Hunde, aber mit Clickertraining sind auch andere Tiere
trainierbar: Pferde, Katzen, Meerschweinchen, Löwen, Delphine, sie alle wurden
schon erfolgreich mit dem Clicker (Bild rechts) trainiert.
Clickertraining nutzt die sogenannte "operante
Konditionierung", eine Lernform bei der das Tier erfolgreiches Verhalten durch
Versuch und Irrtum herausfinden kann und bei dem jede richtige Handlung belohnt
wird. Nach einer erfolgreichen
Konditionierung auf das Klickgeräusch des Clickers, kann jedes von uns
erwünschte Verhalten auch auf Entfernung bestätigt werden. Das Erlernen
von neuen Aufgaben oder auch Tricks ist hierdurch mitunter sehr verkürzt |
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Geschichte des Clickertrainings
Die Ursprünge reichen bis weit in das zwanzigste Jahrhundert zurück, bereits in den 20er Jahren wurde von B.F.Skinner mit einem Geräusch experimentiert, das dem Tier eine Belohnung ankündigt und erforschte damit das Lernen durch Versuch und Irrtum. Im weiteren Verlauf wurden erstmals Hunde damit trainiert, aber auch andere Tiere für die verschiedensten Show-Vorführungen, Werbespots aber auch für weniger erfreuliche, militärische Zwecke.
Später (ca. 1960) erkannte man, daß diese Trainingsform bewirkt, daß das Tier streßfreier und besser lernt, als mit herkömmlichem Korrekturtraining, bei dem das Tier für falsches Verhalten bestraft wird. Die Kombination aus Lernen durch Versuch und Irrtum und Verwendung eines konditionierten Bestärkers ermöglicht ein weitaus präziseres Trainieren, bei dem viele Dinge erst möglich werden, die vorher unvorstellbar gewesen wären. Nebeneffekt - die Beziehung zwischen Tier und Mensch verbessert sich enorm, was sich wiederum positiv auf die möglichen Leistungen auswirkt. In den 90er Jahren wurde man auch in Deutschland auf das Clickertraining aufmerksam, die ersten Artikel und Veröffentlichungen von Martin Pietralla in Hundezeitschriften sowie im Internet wurden interessiert aufgenommen und viele wagten sich mit einer neuen Trainingsform zu experimentieren und erste Erfahrungen zu sammeln. Mittlerweile ist das Clickertraining auch hierzulande weit verbreitet. Clickertraining ist kurz gesagt eine Trainingsform, bei der das Tier weitgehend selbstständig lernen und agieren kann.
Allerdings lernt auch hier das Tier nicht von alleine - was für jedes Training gilt, gilt auch beim Clickertraining - nur Übung macht den Meister.
Aber auch Clickertraining hat seine Grenzen, Grenzen die in der Natur des Tieres, in den Umgebungsvariablen oder schlicht und einfach in dem Umstand, daß man mit dem Clicker ein Verhalten nur bestärken, nicht aber hemmen kann, liegen. Wir verwenden das Clickertraining hauptsächlich zum Erlernen von Neuem - egal ob Gehorsamselementen oder kleinen Kunststückchen. Ebenso nutzen wir den Clicker gern zur Bestätigung auf Entfernung.
Tricktraining
Beim Tricktraining lernen wir mit Hilfe des Clickers kleine Tricks bzw. Kunststücke, nachfolgend einige Beispiele:
Pfote geben (rechts oder links)
Give me Five (mit Pfote an Hand abklatschen)
Männchen (Hund sitzt Forderpfoten angehoben)
Tanzen (Hund steht auf den Hinterbeinen)
Acht (um die Beine laufen)
Slalom (beim gehen zwischen den Beinen durchschlängeln)
Licht (einen Lichtschalter betätigen)
Cirkel oder Drehn (Drehung des Hundes um sich selbst nach rechts oder links)
Rolle (Hund rollte sich über den Rücken)
vor und zurück (gerades auf einen
zugehen bzw. gerades rückwärtsgehen)
und vieles mehr