Sozialisierungsstunden
Soziale Kontakte sind für Hunde jeden Alters wichtig, denn nur ein sozial gefestigter Hund kann den Herausforderungen seiner Umwelt sicher und selbstbewusst begegnen. Leider passiert es hin und wieder das ein Hund eine mangelhafte soziale Kompetenz zeigt und das kann verschiedene Gründe haben. Ist Ihr Hund ein Raufer oder wissen Sie nicht wie Ihr Hund sich in einer normalen Hundebegegnung verhalten würde, weil er an der Leine aggressives Verhalten zeigt sobald er auch nur einen anderen Hund sieht?
Im deutschen Hundewesen haben sich in den letzten Jahren zwei Modellgruppen entwickelt in denen nicht mehr gesellschaftsfähige Hunde (ob nun aus guten Grund oder einfach nur aus Unsicherheit der Hundebesitzer) wieder zu einem normalen Sozialverhalten gebracht werden. Zum einen gibt es die so genannte geschlossene Raufergruppe, in der jede Form der innerartlichen Sozialaggression unter einer Verbotsnorm fällt. Jede Form der aggressiven Profilierung wird durch den menschlichen "Aufpasser" im Ansatz unterbunden.
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Wir selbst arbeiten nach dem Modell der offenen Raufergruppe von Thomas Baumann. Hierbei ist jede Form der Profilierung bis hin zur sozialaggressiven Auseinandersetzung erlaubt. Der therapeutische Ansatz zielt dabei in eine völlig andere Richtung als bei der geschlossenen Gruppe. Ein Hund wird nicht nicht durch Fremdmanipulation zu einem sozialen Wunschverhalten gezwungen, sondern das eigene Verhalten soll in der offenen Gruppe einer Negativprägung unterliegen und dadurch zum Positiven geändert werden. Das klingt für Sie jetzt vielleicht zu kompliziert und gefährlich, aber das Gegenteil ist der Fall. Meist haben unsere Hunde kein großes Problem, zeigen aber bestimmte Verhaltensmuster aus Unsicherheit oder Frust. In einer Raufergruppe lernt der Hund das chaotisches und unsoziales Verhalten durch andere souveräne Hunde bestraft wird und man nicht in der Gemeinschaft integriert wird, das heißt sozialer Kontakt vermieden wird. Verhält man sich allerdings als Hund vernünftig, so erfährt man sozialen Kontakt.
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Für die Sozialisierungsstunde Raufer - besteht Maulkorbpflicht.
Möchten Sie mit Ihren Hund ein Sozialisierungsstunde besuchen so bitten wir Sie einen geeigneten Maulkorb mitzubringen oder über uns zu erwerben. Wichtig ist das der Hund an das tragen eines Maulkorbes gewöhnt ist und diesen nicht mehr als störend empfindet. Am besten geeignet sind Metallmaulkörbe (siehe Bild rechts unten) oder ggf. Maulkörbe aus Plastik. Nylon- oder Leder-Maulkörbe können wir, wegen der dennoch bestehenden Verletzungsgefahr und der nicht ausreichenden Luftzufuhr für eine so lange Tragedauer, nicht akzeptieren. Ist Ihr Hund nicht an einen Maulkorb gewöhnt, so erhalten Sie von uns eine Trainingsanleitung wie sie in kurzer Zeit Ihrem Hund dieses neue Schmuckstück schmackhaft machen können.
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Warum ist der Maulkorb wichtig? Zum einen soll er die Verletzungsgefahr auf ein Minimum reduzieren und vor allen Dingen Ihnen als Halter Sicherheit und Ruhe geben. Wenn Sie wissen das Ihr Hund nichts "unternehmen" kann, dann werden Sie sich auch selbst richtig verhalten. Und vor allen können wir somit bestimmte Situationen zulassen um das Verhalten Ihres Hundes beurteilen zu können. Hunde mit gegen Menschen gerichteter Sozialaggression, gehören in keine Sozialisierungsgruppe - in diesen Fällen ist es ratsam eine Verhaltensanalyse und entsprechende Therapie durchzuführen - haben Sie keine Scheu und sprechen Sie uns an. Für die Teilnahme an Sozialisierungsstunden ist für alle Vierbeiner ein ausreichender Impfschutz sowie der Nachweis einer Haftpflichtversicherung beim ersten Besuch vorzuweisen.
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